Fachtag zur Inklusiven Jugendberufshilfe am 21.02.2017

Der BRJ unterstützt und beteiligt sich an dem Fachtag „Die Rolle der Jugendberufshilfe im Berliner Bildungssystem – Die Jugendberufshilfe bietet inklusive Lösungsansätze an!“

Ziel des Fachtags ist, einen fachlichen und vor allem visionären Austausch über die Funktion und die Bedeutung der Jugendberufshilfe im Prozess der gesellschaftlichen Aufgabe von Inklusion zu initiieren und weiterzuführen. Fachvorträge halten Kathrin Günnewig ( Deutsches Institut für Menschenrechte), Christine Braunert-Rümenapf (Referentin beim Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung) und Prof. Dr. Peter Schruth (Hochschullehrer für Rechtswissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal, BRJ).
Der Fachtag ist zudem als Auftaktveranstaltung von fünf weiterführenden themenzentrierten Arbeitsgruppen geplant, die circa ein Jahr handlungsorientiert, praxisbezogen und zieloffen arbeiten und deren Arbeitsergebnisse bei einem weiteren Fachtag präsentiert, diskutiert sowie kommuniziert werden sollen. Diese Arbeitsgruppen sind:
1. Jugendberufshilfe im/und Regelsystem Schule
2. Jugendberufshilfe und ihre Gelingensbedingungen
3. Jugendberufshilfe und Flüchtlinge
4. Jugendberufshilfe und junge Menschen mit Behinderungen – rechtskreisübergreifende Betrachtung
5. Jugendberufshilfe im Spannungsfeld zu den HZEs

Die VeranstalterInnen wollen mit dieser Veranstaltung die Jugendberufshilfe sichtbar machen und aufzeigen, dass die Jugendberufshilfe mit ihrem individuellem Ansatz und den vielfältigen Methoden ein kleiner, aber dennoch wichtiger Teil des Berliner Bildungssystems ist.

Der Fachtag findet am Dienstag, den 21. Februar 2017 von 9.oo bis 16.oo Uhr statt, in im JugendKulturZentrum PUMPE (Lützowstr.42, 10785 Berlin; www.pumpeberlin.de).

Alle weiteren wichtigen Informationen entnehmt Ihr / entnehmen Sie bitte der Einladung: Einladung zum Fachtag Inklusive Jugendberufshilfe

Wahlprüfbausteine Jugendberufshilfe

Der BRJ hat in einer Fach-AG Wahlprüfsteine zur Jugendberufshilfe entwickelt und an die Fraktionsvorsitzenden bzw. jugendpolitischen SprecherInnen aller Parteien im Abgeordnetenhaus verschickt; mit Bitte um Beantwortung bis 31. August 2016. Hier können Sie die Antworten von SPD,  BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die LINKE lesen und herunterladen:

Beantwortung der Wahlprüfbausteine zur Jugendberufshilfe: SPD

Beantwortung der Wahlprüfbausteine zur Jugendberufshilfe: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Beantwortung der Wahlprüfbausteine zur Jugendberufshilfe: Die LINKE

Leider haben wir von den anderen beiden Parteien keine Rückmeldung erhalten. Den kompletten Brief des BRJ mit allen Wahlprüfsteinen können Sie hier lesen und herunterladen: BRJ Brief Wahlprüfsteine 2016  Fragen in unserem Brief mit den Wahlprüfbausteinen sind zum Beispiel: „Wie stellt Ihre Partei sicher, dass es für den oben beschriebenen Personenkreis eine dem Bedarf entsprechende Angebotsstruktur im Bereich der Jugendberufshilfe nach SGB VIII gibt?“, „Was wollen Sie dagegen tun, dass Jugendberufshilfeleistungen nach § 13 SGB VIII nicht nach Haushaltslage vergeben werden?“ und „Wie positioniert sich Ihre Partei zu einer Verankerung geeigneter sozialpädagogischer Angebote im Bereich der Jugendberufshilfe für den oben beschriebenen Personenkreis in der zu erwartenden Reform des SGB VIII?“

Petition: Keine Einschränkung der Jugendhilfe – Zukunftsperspektiven für geflüchtete Jugendliche!

Die Petition von Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) und Jugendliche ohne Grenzen (JoG) wendet sich gegen immer wieder geforderte Einschränkungen der Jugendhilfeleistungen für junge Flüchtlinge:

„Tausende unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben es in Selbstständigkeit und Ausbildung geschafft. Dabei war Unterstützung nötig – doch diese ist nun in Gefahr: Bund und Länder verhandeln die Einschränkung der Hilfen. …

Unterzeichnet hier für eine starke Jugendhilfe: https://weact.campact.de/petitions/keine-einschrankung-der-jugendhilfe-zukunftsperspektiven-fur-gefluchtete-jugendliche

Unsere Forderungen in Kürze:

  • Keine Kürzung der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Wer in betreuten Wohngruppen (§34 SGB VIII) statt großen Unterkünften mit geringer Betreuung lebt, hat deutlich bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsverlauf und gesellschaftlicher Teilhabe.
  • Hilfen für junge Volljährige (§41 SGB VIII) müssen vollumfänglich möglich sein. Sie sind essentiell, um die Erfolge von Schule und Jugendhilfe abzusichern.
  • Kinderrechte und Kinderschutzstandards müssen für geflüchtete Kinder und Jugendliche ohne Einschränkung gelten. Sie brauchen einen besonderen Schutz vor Ausbeutung und Bedrohungen.

Für Jugendliche aus Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen stehen auf unserer Homepage die Unterschriftenlisten samt Übersetzung der Forderungen auf Dari, Englisch, Arabisch und Französisch zum Download zur Verfügung. Die ausgefüllten Listen bitte an info@b-umf.de senden oder an +49 (0)30 82 09 743 – 9 faxen.

Bitte verbreiten Sie auch die Videobotschaften sowie unseren Facebook-Aufruf, damit wir gemeinsam möglichst viele Menschen erreichen können: https://www.facebook.com/bumfev/

Mehr Informationen unter: www.b-umf.de und www.jogspace.net“

§ 13 (2) SGB VIII: Eine Hürde, die man nehmen kann!

Erfolgreiche ombudschaftliche Begleitung des BRJ

Ombudschaft auf der 2. Straßenkinderkonferenz am 25./26.09. in Berlin

Auf Einladung der Organisator_innen der 2. Straßenkinderkonferenz ist das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe am 25./26. September in Berlin als eine der ausgewählten Botschafter_innen vor Ort. Der BRJ ist Initiator und Mitglied im Bundesnetzwerk. Wir finden es wichtig, Kinder und Jugendlichen, die „durchs System gefallen sind” über unsere Angebote ombudschaftlicher Arbeit zu informieren.

Daher würden wir uns sehr freuen, wenn Sie den untenstehenden Aufruf an Jugendliche weitergeben, die zurzeit obdachlos sind oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

2. Konferenz der Straßenkinder

 

 straßenkinderkonferenz

 

am 25. und 26. September im FEZ in Berlin

 

+++ An alle Jugendlichen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht sind / waren oder die zurzeit auf der Straße leben +++

In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Straßenkinder und der Ständigen Vertretung der Straßenkinder bereitet KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International e.V. dieses Jahr bereits zum zweiten Mal die Konferenz der Straßenkinder vor, die am 25. und 26. September 2015 im FEZ in Berlin stattfinden wird.

Schirmherren der Veranstaltung sind Bundesjugendministerin Frau Schwesig und der Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, Thomas Krüger. Beide werden an der Veranstaltung teilnehmen, um gemeinsam mit Euch sowie mit ausgewählten Botschafter*innen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur zum Thema Jugendhilfe in Deutschland zu diskutieren. onlinekarte.xyz

Interessiert? Dann meldet Euch an unter 030 40 39 46 28 oder menges(at)karuna-ev.de! Die Teilnahme ist kostenlos; Übernachtungsmöglichkeiten stehen vor Ort zur Verfügung.

 

Alle Infos online unter: http://www.strassenkinderkongress.de/

Offener Brief: Minima einer jugendhilfeorientierten Gestaltung der Jugendberufsagenturen in Berlin

In der Koalitionsvereinbarung von CDU, CSU und SPD wurde die flächendeckende Einrichtung von Jugendberufsagenturen vereinbart. Jugendberufsagenturen sollen rechtskreisübergreifende Anlaufstellen für junge Menschen am Übergang Schule-Beruf sein. Der Träger der Grundsicherung, die örtliche Arbeitsagentur, das Jugendamt und die freien Träger der Jugendhilfe sollen ihre Beratungs-, Betreuungs- und Vermittlungsangebote für die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen bündeln und gemeinsam anbieten.

Im Mittelpunkt soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Träger stehen, um einen unmittelbar am Einzelfall ausgerichteten Informationsaustausch und eine gemeinsame Maßnahmeplanung zu realisieren. Mit der Zusammenführung der verschiedenen AkteurInnen unter einem Dach können die Jugendberufsagenturen bei einer gelungenen Kooperation der verschiedenen Rechtskreise einen Beitrag dazu leisten, dass zukünftig junge Menschen nicht mehr ohne geeignete Hilfe bleiben.

Nachdem die Jugendberufsagenturen bereits in einigen Bundesländern eingerichtet wurden, werden nun auch in Berlin am 12.10.2015 die ersten Jugendberufsagenturen in vier Bezirken ihre Arbeit aufnehmen. Die restlichen Bezirke sollen 2016 folgen. Wie erfolgreich das „Projekt Jugendberufsagentur“ wird, hängt letztendlich von seiner Gestaltung und Umsetzung ab. Der BRJ hat sich in einer Arbeitsgruppe mit ExpertInnen der Jugendberufshilfe mit dem für Berlin erkennbaren Konzept der Jugendberufsagenturen befasst. Die Arbeitsgruppe hat sich mit einem Offenen Brief an die VertreterInnen der beteiligten Sozialleistungsträger in Berlin gewandt.

Den Offenen Brief können Sie hier lesen und herunterladen: 2015 Jugendberufsagenturen BRJ Offener Brief

Der Offene Brief des BRJ wurde in der Zeitschrift „Dialog Erziehungshilfe“ (3/2015) veröffentlicht: BRJ-Jugendberufsagenturen-Dialog Erziehungshilfe-3-2015