Am 5. Dezember 2019 wurde Prof. Dr. Peter Schruth durch die Staatssekretärin Sawsan Chebli die ´Berliner Ehrennadel´ verliehen. Er erhielt damit Anerkennung für sein besonderes soziales Engagement.  Die Verleihung fand im Wappensaal des Roten Rathauses statt.

Die Berliner Ehrennadel wird zweimal jährlich an Personen verliehen, die sich durch ihre langjährige, mindestens zehnjährige, ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und Initiativen oder bei der Betreuung und Begleitung von Personen herausgehobene Verdienste erworben haben und der Auszeichnung würdig sind. Jeder Bürger kann einen Vorschlag einreichen. Die Verleihung findet im Frühjahr und um den 5. Dezember, dem Internationalen Freiwilligentag, statt.

Peter Schruth war Mitbegründer des seit 2002 bestehenden Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe (BRJ) e. V. und ist langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins. Ihm ist es ein großes Anliegen rechtswidriges Verwaltungshandeln in der Jugendhilfe zu unterbinden und durch ein ombudschaftliches Engagement jungen Menschen und ihren Familien zu einer Einzelfallgerechtigkeit zu verhelfen.  

Zudem hat sich Peter Schruth besonders durch sein Engagement für ehemalige Heimkinder in Deutschland ausgezeichnet. Er war Mitglied des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren und Ombudsmann ehemaliger  Heimkinder. 2010 fertigte er das Rechtsgutachten „Juristische Bewertung: Das erlittene Unrecht ehemaliger Heimkinder im Lichte eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts“ an (für mehr Informationen siehe Soziale Arbeit, 59 (2010) 4/5, S. 178-183) und hat am Abschlussbericht Runder Tisch über die Heimerziehung in der 50er und 60er Jahren mitgewirkt. Eine ausreichende Entschädigung sei nicht erfolgt, da ein systematisches Unrecht keine Anerkennung fand, insofern sieht er die Schwierigkeit in der rechtlichen Situation. Berücksichtigung finden nur Folgeschäden, nicht die erlittenen Schäden während der Zeit der Heimunterbringung (Siehe hier ).

Die Auszeichnung fand im Rahmen einer Feierstunde statt.